FALLSTUDIEN
Museumplein Fallstudie -
Entrauchung als Sprinklerersatz
In den frühen Morgenstunden des 26.12.2000 hat ein Porsche in der Tiefgarage
Museumplein, Amsterdam, Feuer gefangen. Innerhalb weniger Minuten hat der Brand
das Verdeck des Wagens durchbrochen.
Um ca. 1:09 wurde das Feuer bemerkt und innerhalb von 2 Minuten, die Feuerwehr
war bereits alarmiert, hatte das Impuls Ventilations System (IVS) begonnen, den
Rauch abzuführen. Um ca. 1:20 traf die Feuerwehr ein. Das IVS führte den Rauch
über Entrauchungsventilatoren ins Freie.
Die
Feuerwehr hatte bei Ankunft zuluftseitig freie Sicht auf den Brandherd.
Innerhalb von 10 Minuten hatte die Feuerwehr den Brand gelöscht. Keine weiteren
Fahrzeuge in der Garage
wurden beschädigt oder verschmutzt. Nur das brennende Auto war fast vollständig
ausgebrannt. Der Sachschaden am Gebäude war minimal. Um ca. 1:45 gab die
Feuerwehr die Garage für den Verkehr wieder frei - nur 36 Minuten nachdem der
Brand bemerkt wurde!
Noordknoop Fallstudie
- Entrauchung als Sprinklerersatz
Am späten Nachmittag des 24. Januar 2002, hat in der Noordknoop
Parkgarage in Maastricht ein PKW Feuer gefangen. Innerhalb von weniger als 10
Minuten ist das Feuer vom Motorraum des PKW's bis zum Heck des daneben stehenden
PKW's übergesprungen. Die Feuerwehr wurde automatisch durch die zum Impuls
Ventilations System (IVS) gehörende Brandmelde-zentrale verständigt und das IVS
hat gleichzeitig die Rauchkontrolle aktiviert. Die Feuerwehr traf nach ungefähr
10 Minuten ein. Das IVS kontrollierte den Rauch mit Hilfe der Impulsventilatoren
und entrauchte die Garage mittels Entrauchungsventilatoren über einen Schacht
nach draußen.
Die Feuerwehr konnte auf dem abgesetzten Feuerwehrbedienfeld den genauen Ort des Brandes lokalisieren. Dadurch konnte der Löschangriff schnell geplant und vorgetragen werden. Die Feuerwehr hatte zuluftseitig gute Sicht auf den Brandherd und konnte den Löschangriff dadurch gut koordinieren.
Der Brand war
bereits innerhalb 5 Minuten nach Eintreffen der Feuerwehr gelöscht. Keine
anderen Fahrzeuge wurden beschädigt. Nur die beiden ausgebrannten PKW's,
ein Volvo S60 und ein Peugeot 405 mussten zum Totalschaden erklärt werden.
Der „Rauchschaden" fiel bemerkenswert gering aus. 10 Minuten nachdem der Brand gelöscht war, gab die Feuerwehr die Garage wieder für den öffentlichen Verkehr frei, nur 25 Minuten nach Ausbruch des Brandes.
Entsprechend des
Feuerwehrberichts gab es keine strukturellen Schäden an der Garage. Auf dem
rechten Bild ist die Decke der Garage zu sehen, welche mit etwas Ruß belastet
war. Der Boden unterhalb der Brandfläche, auf der der Motorraum gebrannt hat,
ist nur geringfügig beschädigt worden, Instandsetzung war jedoch nötig. Wenige
Tage später konnten die beiden betroffenen Parkplätze wieder genutzt werden.
Die Bilder rechts zeigen den Verlauf der „virtuellen" Rauchabschnitte recht plastisch. Die Bilder sind kurz nach dem Löscheinsatz der Feuerwehr des Feuers aufgenommen worden. An der Schwärzung der Decke ist die Rauchbegrenzung auf einen Bereich zwischen den Impulsventilatoren erkennbar. Der Fußboden weist praktisch keine Rauchspuren auf.
Einer der Impulsventilatoren wies einen geringen Rauchschaden auf und konnte nach Überprüfung und Freigabe wieder in Betrieb gesetzt werden.